"Jackpot" war mein erster Gedanke, als mir Exposé und Leseprobe dieses Autors auf den Tisch flatterte. Das wird ein Spaziergang, das wird mir - bei der Vita, bei dem Sprachvermögen - von den Verlagskollegen aus den Händen gerissen. Doch weit gefehlt...
Thomas Knüwer ist Kreativ-Geschäftsführer einer der weltweit größten Digitalagenturen mit Sitz in Hamburg. Seine Kampagnen wurden vielfach national und international ausgezeichnet. Der Ex-Musiker einer Metal-Band und Vater zweier Kinder ist getrieben von dem Wunsch, nun auch auf im Buchmarkt auszutesten, was möglich ist. Dass er mit Sprache und Dramaturgie umzugehen weiß, hat er mit seinen drei im Selfpublising erschienen Büchern bewiesen. Mehr unter www.thomasknuewer.com.
Nun also das Verlagsdebüt: "Das Haus, in dem Gudelia stirbt". Von allen großen Publikumsverlagen abgelehnt, erschien 'Gudelia' am 21. August 2024 im kleinen, aber feinen Pendragon Verlag. Günther Butkus hat ein Gespür für besondere Stoffe. Kaum veröffentlicht, wurde 'Gudelia' in die Krimibestenliste des Deutschlandfunks aufgenommen. Und Ende des Jahres mit dem DEUTSCHEN KRIMIPREIS 2024 ausgezeichnet. "Ein Hammer...", so Tobias Gohlis in der Begründung der Jury, "...gehört für mich in die Reihe der großen widespenstigen alten Damen der Weltliteratur...". Und der Kritiker Kolja Mensing fühlt sich im Deutschlandfunk an "den großen Stephen King erinnert". Jürgen Deppe resümiert auf NDR Kultur: "Große Erzählkunst - einer der besten Krimis der Saison.“ Selten habe ich in meiner Zeit als Programmverantwortlicher ein solches Presseecho erlebt - wohlgemerkt, ein Verlagsdebüt!
Und darum geht's: Eine Sturmflut sucht ein kleines Dorf heim, die Bewohner fliehen, bis auf Gudelia, 80jährig und alleinstehend. Sie muss bleiben, denn ihr Haus birgt ihr dunkelstes Geheimnis...
Auf "Gudelia" folgt Anfang März 2026 als Spitzentitel im Droemer Verlag "Giftiger Grund" - psychologische Spannung vom Feinsten auch hier garantiert. Und während wir uns in diesem Roman drei Menschen zuwenden, die alle einen Grund haben, vor dem zu fliehen, was sie ihr zuhause nennen, wendet sich Thomas bereits dem nächsten Werk zu, der uns auf den Uhde-Hof entführen wird. Nichts für schwache Nerven.

Foto: Wolfgang Köhler